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MobilCom kein Handlungsbedarf 12.12.2001
Aktienservice Research
Die Analysten von Aktienservice Research nehmen erneut die Aktien von MobilCom (WKN 662240) genauer unter die Lupe.
Die Situation vom MobilCom sei derzeit durchaus brisant. So sei das kundenstarke Unternehmen auf Grund des niedrigen Aktienkurses derzeit prädestiniertes Übernahmeobjekt für größere, etablierte Player des internationalen Telekommunikationsmarktes. Insbesondere die hohe Zahl der Kunden, die in Verbindung mit der UMTS-Lizenz ein hohes Migrationpotenzial aufweisen würden, mache MobilCom zu einem attraktiven Übernahmeziel.
Aktienservice Research gehe dabei davon aus, dass France Télécom, die rund 30 Prozent an MobilCom halte, schon längst entsprechende Anstrengungen unternommen hätte, wenn das Unternehmen nicht selbst unter einer recht knappen Liquiditätsdecke leiden würde. MobilCom sei die zukünftige Cash Cow für France Télécom auf dem europaweit lukrativsten Mobilfunk/UMTS-Markt, die das Unternehmen daher niemals fallen lassen werde, falls sie nicht erhebliche Liquiditätsprobleme dazu zwingen würden. Andererseits steige auf dem niedrigen Aktienkurs die Gefahr, dass den MobilCom-Aktionären ein Übernahmeangebot unterbreitet werde, das auf Basis des aktuellen Kursniveaus zwar einen Aufschlag beinhalte, in Anbetracht des langfristigen Potenzials jedoch weit unter dem fairen Unternehmenswert liege.
Um sich hiervor zu schützen, habe MobilCom-Chef Schmidt nun mehrere Investoren überzeugen können, bei MobilCom einzusteigen. Darunter befinde sich auch der US-Investor Guy Wyser-Pratte, der kürzlich rund 1,1 Prozent an MobilCom erworben habe. Guy Wyser-Pratte sei bereits verschiedentlich am Kapitalmarkt in Erscheinung getreten. Der Aktienkurs der Unternehmen, in die er bisher investiert habe, hätten nach Bekanntwerden seines Einstiegs mittelfristig deutlich zweistellig profitieren können. Pratte investiere dabei in Unternehmen, die er für unterbewertet halte.
Mit weiteren Investoren diesen Kalibers sollte es Schmidt gelingen, France Télécom daran zu hindern, auf dem derzeit stark ermäßigten Kursniveau große Aktienpakete von MobilCom zu erwerben. Wenn Schmidt mit Hilfe dieser Investoren auf über 50 Prozent komme, sei die Gefahr zunächst gebannt.
Im Hinblick auf das UMTS-Amortisationsrisiko gehe Aktienservice Research davon aus, dass der Umsatz je Nutzer nach unten korrigiert werden müsse. Dies könnte durch die jüngsten Einsparungsmöglichkeiten beim Infrastrukturaufbau abgemildert werden. Insgesamt sei Aktienservice Research jedoch der Meinung, dass UMTS erfolgreich werden werde, wenn auch weit aus weniger, wie von den Unternehmen in der ersten UMTS-Euphorie kalkuliert. Das Kerngeschäft ex-UMTS-Aufwendungen sei profitabel, das Unternehmen wachse weiterhin überdurchschnittlich.
Die jüngste Erholungsbewegung führe Aktienservice Research auf institutionelle Käufe zurück, die auf Grund der am Neuen Markt begrenzten Auswahl liquider Aktien mehr oder weniger gezwungen seien, in Werte wie T-Online, Qiagen oder eben auch MobilCom zu investieren. Auf dem aktuellen Kursniveau von 27 Euro halte Aktienservice Research die MobilCom-Aktie hinsichtlich der UMTS-Risiken für angemessen bewertet.
Vor diesem Hintergrund sehen die Analysten von Aktienservice Research derzeit keinen besonderen Handlungsbedarf.
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